Emma Kunz u die zeitgenoessische Kunst Kunstzeitschrift artis 1994
Emma Kunz u die zeitgenoessische Kunst artis 1994
Emma Kunz u die zeitgenoessische Kunst artis 1994
Rut Himmelsbach Zug 1994
Weil die sich auf Emma Kunz beziehende Ausstellung „oh ! cet écho !“ in Paris (1992) meiner Sicht nach viel zu oberflächlich, um nicht zu sagen provokativ mit den Pendelzeichnungen von E.K. umging, wollte ich – gleichsam als Antithese – zeitgenössische Künstler/innen in einem Text versammeln, die sich effektiv im Denkfeld der Heilerin und Künstlerin bewegen.
Auf den ersten Blick wirkt die Installation, die Christoph Rütimann für den Wechselausstellungssaal des Museums Allerheiligen konzipiert hat, nüchtern und, trotz der zwei mal sechs leuchtendgelben Farbtafeln, kalt. Wer indes die Bausteine – die Papier-Stapel, die Wort-Wände und die gelbfarbigen Hinterglas-Malereien – als Spielfiguren versteht, die in komplexen Vernetzungen auf den Raum, das Museum, das Kloster reagieren, wird die strenge Reduktion der Mittel als Impuls für Vieldeutigkeit erkennen.
1994 gab Anton Meier, Leiter des Emma Kunz-Zentrums in Würenlos, ein schmales Bändchen zu diversen Aspekten des Werkes von Emma Kunz heraus. In diesem Kontext gab er mir den Auftrag einen Text zur Frage inwieweit Emma Kunz eine Mystikerin war zu schreiben. Was dann mit dem hier veröffentlichten Text geschah, kann ich mich nicht erinnern – aber weil das Wiederlesen 2020 nicht uninteressant fand, erscheint er jetzt hier.
War Kurth Häfeli in den 70er- und 80er-Jahren oft in Ausstellungen präsent, wurde es in den 90er-Jahren stiller; er mochte ganz offensichtlich nicht mehr der Erzähler sein, nicht mehr mit den Zeichen der Zeit arbeiten, sondern zog sich in eine malerisch-sinnliche – romantische – Welt zurück. Heute, 2021, ist er (öffentlich) gleichermassen vergessen.
Man kann Klaus Borns Malerei als ungegenständlich bezeichnen, doch gleichzeitig ist klar, dass sie ganz aus der Natur, aus dem Wachstum der Natur heraus wächst. Nun freilich in ein Farbfest gegossen, das über die Natur in die Malerei pur vordringt.
Warja Lavater Kunstmuseum Winterthur 1994
Sie war ein Medien-Spektakel: Die Inszenierung von Friedrich Dürrenmatt als Maler in einer spektakulären Raum-Architektur von Mario Botta. Als Kunstkritikerin hielt sich meine Begeisterung in Grenzen; ich merke jedoch, dass ich heute (2019) – in einer Zeit da mythische Bild-Visionen selten geworden sind – anders reagiere; positiver. – Das Centre Dürrenmatt in Neuenburg hält die Diskussion wach.
Friedrich Dürrenmatt Kunsthaus Zürich 1994